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Wir versuchen weitestgehend unsere Angebote gratis anzubieten. Nichtsdestotrotz kosten manche Dinge nun mal Geld. Um sie dennoch gratis oder zumindest sehr günstig anbieten zu können, sei es Freizeiten, Seminare oder die Kinder- und Jugendgruppen, sind Spenden sehr hilfreich. Falls Sie unsere Arbeit mit einer Spende unterstützen möchten, danken wir Ihnen sehr dafür und bieten Ihnen diese zwei Wege an.

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Ev. Jugend Bünde-Ost
Wehmstraße 7
32257 Bünde
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Nicht nur wir benötigen Spenden. Es gibt immer wieder Spendenaktionen für die unterschiedlichsten Bereiche die wir organisieren oder befürworten. Die aktuellen finden sie hier:

Wir sagen DANKE für:                                                                                

viele Kollekten, Geld- und Sachspenden. Für zahlreiche helfende Hände und Köpfe bei so vielen Fragen, Nöten und auch vor Ort-Problemen. DANKE! Was kann jetzt wichtiger sein als nahe an den Menschen zu sein, die dringend Hilfe benötigen!

Seit dem 24. Februar 2022 ist nichts mehr, wie es war. In der Ukraine nicht, in Russland nicht und bei uns auch nicht. Was es heißt vom Krieg bedroht zu sein, spüren viele Menschen in Westeuropa in diesen Monaten zum ersten Mal, in einer bislang für sie noch nie dagewesenen Weise. Andere erleben es zum wiederholten Mal. Das man das heute erlebt, hätten viele von uns nach dem 2.Weltkrieg nicht mehr für möglich gehalten. In so manchen Familien sind die Geschichten vom 2.Weltkrieg noch lebendig und werden den jüngeren Familienmitgliedern noch erzählt. Die damalige Befreier-Nation ist für unzählige Menschen heute zur Bedroher-Nation geworden. Holocaustüberlebende im Alter zwischen 90 und 100 Jahren sind erneut auf der Flucht, um dem Wahnsinn ein weiteres Mal zu entkommen. Manchmal sind alte Menschen mit ihren Enkeln/innen oder auch Urenkeln/innen gemeinsam auf der Flucht. Angesichts dieses Krieges fühlen sie sich wieder wie die Kinder von damals vor 1945. Jetzt sind sie auf der Flucht, wieder mit Kindern, die so alt sind wie sie damals. Der Krieg zerstört ihre Vergangenheit und ihre Zukunft. In welcher Welt leben wir? Was wird bleiben, wenn Vergangenheit und die Zukunft in Trümmern liegen.

Das Flixbus-Unternehmen fährt zurzeit jede Woche nonstop nach Kiew. Viele Menschen kehren wieder zurück, obwohl die Brutalität des Krieges kein Ende zeigt. Aber die Trennung der Familien ist für viele kaum auszuhalten.

Bereits seit Anfang März haben wir fünf Hilfstransorte nach Polen gebracht. Dort wurde aus- und umgeladen. Unsere Hilfsgüter wurden zusammen mit vielen anderen Hilfsgütern in die Westukraine gebracht. Dort warteten unsere Leute aus Kivertsi schon auf die für sie deklarierte Ware, welche sie dann aus dem Raum Lemberg nach Lutzk und Kivertsi weiter transportierten. Hier kamen aus ganz Europa Transporte zusammen, doch diese Transportmöglichkeit ist leider im Mai zum Erliegen gekommen.  Die leeren Transporte, die auf dem Rückweg aus ganz Europa in die Ukraine zurückfuhren, haben die Humanitäre Hilfe aus ganz Westeuropa unterstützt. Zum einen gibt es sehr strenge Kontrollen, um einen Handel mit humanitären Gütern, der sich zwischenzeitlich auch entwickelt hatte, zu unterbinden. Froh und dankbar sind wir, dass unsere Hilfsgüter unsere Empfänger erreicht haben. Künftig werden wir unsere Hilfsgüter direkt an die ukrainische Grenze bringen, um keinerlei Erfahrung mit irgendwelchen dubiosen Zwischenhändlern machen zu müssen.

Während Sie von uns jetzt länger nichts gehört haben, waren wir dennoch nicht tatenlos. Wir haben neue Wege gesucht, um unsere PartnerInnen in Kivertsi auch künftig unterstützen zu können. Wir waren und sind im stetigen Kontakt miteinander und bleiben auch in Zukunft für die Menschen dort engagiert.

Wir haben Tonnen von Lebensmitteln, Kartoffeln, medizinische Geräte für Krankenhäuser, Medikamente, Nahrung für Säuglinge und Babys, Hygiene-artikel, Dinge des persönlichen Bedarfs für zahlreiche Waisenkinder aus Kivertsi und Luzk transportiert, die angekommen sind und dankbar angenommen wurden.

Die Waisenkinder, die zuerst unsere Hilfe erfahren haben, sind inzwischen mit ihren BetreuerInnen nach Tschechien geflohen, wo sie in guter Obhut sind. Laufend kommen neue Leute in Kivertsi an, viele Binnenflüchtlinge, die Hilfe, Schutz und Obdach suchen. Waisenkinder kommen in Gruppen oder auch ganz allein in Kivertsi an.

Unsere Hilfe kam auch Kindern zugute, die an Zerebralparese, Autismus oder auch an einer geistigen Behinderung leiden. Des Weiteren sind viele Schwerverletzte und Verwundete in der Region angekommen, die medizinische Hilfe und Rehabilitation erfahren. Auch die Versorgung der alten, bettlägerigen Menschen, die allein sind, ist sehr bedrückend. Die Not ist vielfältig und unsere Hilfe ist weiterhin sehr gefragt.

Wir bereiten zurzeit den nächsten Transport vor und werden erstmalig direkt zur ukrainischen Grenze fahren, wo unsere PartnerInnen unmittelbar unsere Hilfsgüter in Empfang nehmen. Somit wird sich jeder Weg für uns um sieben Stunden verlängern, plus der Zeit für die Abwicklung der Grenzmodalitäten und der Warenübergabe. Was für uns zählt ist, dass unsere Waren möglichst unkompliziert und direkt unsere Menschen in Kiwerzi und Luzk erreichen.

Vor Ort haben wir viele neue Kontakte zu geflüchteten Ukrainerinnen und Ukrainern, die in unserem Umfeld leben, aufgenommen. Wir waren behilflich bei der Arbeits- und Wohnungsvermittlung, bei dem Anmeldung- und Antragsverfahren. Im Mai hat die Philippusgemeinde in Bünde-Ennigloh mit vielen Engagierten, Gospelchor, Posaunenchor und der Musikschule Bünde ein Benefizkonzert ausgerichtet, das sehr gut besucht war.

Es haben sich vertrauensvolle Kontakte entwickelt durch vielfältige Begegnungen. Bei unkomplizierter, praktischer Hilfe für das alltägliche Leben kommt man miteinander ins Gespräch und lernt sich kennen und teilt so manche Sorge. Im Jugendzentrum TimeOut in der Holser Str. 9a in Bünde-Ennigloh konnte ein Mutter-Kind Café eröffnet werden. Geflüchtete und Nichtgeflüchtete sind mittwochs von 14:30 Uhr – 16:00 Uhr herzlich eingeladen teilzunehmen. Ein Sprachkurs findet samstags von 11:00 – 12:30 Uhr statt. In den Ferien haben wir drei Kinderfeste auf der Wiese der Kreuzkirche/Philippusgemeinde veranstaltet, die von vielen Kindern gerne besucht wurden. Es erfüllt mich mit Dankbarkeit, dass diese Angebote von einem ganz gemischten Publikum mit viel Begeisterung angenommen wurden. Die Kinder hatten eine Menge Spaß und Sprachbarrieren waren für niemanden ein Problem. Ca. 160 Kinder und Erwachsene haben wir bei den Ferienaktionen bislang erreicht.

Wir bedanken uns für alle Unterstützung, bleiben Sie mit uns engagiert für die Menschen in der Ukraine und hier vor Ort. Wer Menschen dient wird Gott begegnen. Gott ereignet sich dort, wo Menschen Miteinander und Füreinander tätig sind!

Ulrike Jaeger, Gemeindepädagogin                                      Bünde, im Juli 2022